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Der erste Eindruck entscheidet! – Kluge Gestaltung desVorzimmers zum praktischen Funktionsraum, in dem mansich auch ruhig wohlfühlen darf. Ein perfektes Entrée alsVisitenkarte für guten Geschmack. |
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Der Flur einer Wohnung wird oftstiefmütterlich behandelt. Ein langer Schlauch mit vielen Türen lädt auch nicht unbedingt zum längeren Verweilen ein. Hauptsache, man bringt dort rasch sein Schuhwerk, die Mäntel und Jacken und vielleicht noch eine schmale Kommode für weniger genutzten Hausrat und mit einer zentralen Ablagefläche für die unterschiedlichsten Tascheninhalte unter.
Mit unter lässt sich aber so ein Gang mit kreativem Verständnisden noch in einen vollwertigen Wohnraumum gestalten. Also, von „wenig Platz, wenig Licht“ zu einem Durchgangsraum, in dem sich Wohnambiente und Lifestyle der übrigen Wohnräume widerspiegeln. Wichtig dabei: Genügend Lichtquellen, denn oftmalsbesitzt ein Wohnungsflur oder ein Vorzimmer keine Fenster. Sind auch noch alle Türen geschlossen, dann herrscht hier meistens tiefe Finsternis. Möchte man in diesem Flur gerne die eine oder andere Topfpflanze aufstellen, mussu nbedingt für genügend Tageslicht gesorgt werden.
Spieglein an der Wand
Der Spiegel im Vorzimmer ist eine sehr praktikable Lösung, um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. In der Kategorie „Tarnen und Täuschen“ kommt dem Wandspiegel die wichtige Aufgabe zu, in kleinen Räumen Tatsachen groß vorzuspiegeln. Wird er strategisch vorteilhaft an der Längsseite eines schmalen Flurs platziert, scheint sich der Raum optisch zu vergrößern. Die Wirkung: Alles scheint gleich vielbreiter und offener. Als kongenialer Partner bietet sich ein Lichtsystem oberhalb des Spiegels an – entweder als Beleuchtungsleiste mit Blendschutz oder mit integrierten Halogenspots. Letztere lassen sich auch, auf einem Draht fixiert, quer durch den Raumspannen.
Als „Arbeitslicht“ dient eine auf der Decke befestigte allgemeine Beleuchtung,die am besten beim Saubermachen, Staubwischen oder beim Ordnen der Stauräume eingeschaltet wird.
Hot Spots „Bitte abzulegen!“
– Diese Aufforderungkann in den ersten Sekunden durchaus etwas Verwirrung stiften, wenn Besucher auf den ersten Blick keinerlei Möglichkeiten erspähen, dieses zu tun. Für das Ablegen von Jacken, Schirm, Schal und Schuhen ließen sich Designer und Produktgestalter immer wieder innovative, platzsparende Lösungen einfallen. Statt klassischen Garderobeständern und gut ersichtlichen Kleiderhaken an der Wand klappen bei Garderobeleisten die gut versteckten Haken undAblageboards erst heraus, wenn man sie benutzen will.
Multifunktionale Garderobelösungen verstecken ihre Funktionen gerne, sparen dafür aber auch Platz und bekommen letztendlich mit einem „Da schau her ...“ ihre Bewunderung für die gut gelungene Lösung zugesprochen.
Universal und immernoch gut im Rennen: Der Haken. Als fixmontierte Horizontalleiste auf Paneelen oder bei geringerer Breite von oben nach unten angeordnet, bietet er ein effektives Tool zum Abhängen. Sogar zum Setzen von stilistischen Akzenten ist er sich nicht zu schade: gebürstetes Aluminium, Holz-Metall-Kombination oder Retro-Look in unverwüstlichem Kunststoff.
Komfort-Faktor
Äußerst praktisch und eigentlich unverzichtbar: eine Sitzgelegenheit für alle Fälle. Sehr wohnlich präsentiert sicheine integrierte oder freistehende Sitzbank. Denn nicht jedermann beherrschtdas Binden seines Schuhwerks, indem er auf einem Bein balanciert und das andere Bein bis zum Kinn zieht. Ein weiterer Pluspunkt für eine Bank: Sie bietet zusätzlichen Stauraum für Schuhe, Utensilien und andere kleine Gegenstände, die im Vorzimmer schnell benötigt werden. Drehbare Garderobeelemente werden gerne in Büroräumen eingesetzt. Als drehbare Kleidersäule – Frontmit Spiegel, Rückseite mit Kleiderhaken und Ablage – begnügt sich diese mit einem Eckplatz.
Ach ja, einem kleinen Übel mit großen Auswirkungen kann einfach entgegengewirkt werden:
Der Autoschlüssel, der Hausschlüssel, die Geldbörse, das Handy und jede Mengeunverzichtbarer Accessoires des täglichen Lebens verstecken sich gerne in Manteltaschen. Und gerade, wenn sie benötig werden – man findet sie partout nicht.
Großer Ärger, einfache Lösung:
Schlüsselbrett und integrierte Ablagefläche sind die sinnvollsten Parkplätze für Utensilien, die schnell benötigt werden, wenn man die Wohnung rasch verlassen muss. Beruhigend zu wissen, wenn das Vorzimmer im Fall des Fallesimmer bestens funktioniert.
Text: Christian S. Sikorac.sikora@besser-wohnen.co.atFotos: Hersteller
Boden:
Regen, Feuchtigkeit, Schnee, Rollsplitt und Verschmutzung – das Vorzimmer muss viele Herausforderungen meistern. Aber Sicherheit geht vor: Bei glatten Böden (z.B. Steinboden) besteht ein hohes Rutschrisiko.
Eine robuste Unterlage mit Gummierung schont den Boden und verringert die Rutschgefahr. Glasierte Fliesen reagieren mitunter empfindlich auf mechanische Beanspruchung (Steinchen in der Profilsohle). Vor der Wohnung gut abbürsten.
Beleuchtung:
Viele Flure und Vorzimmer liegen innerhalb des Wohnverbandes und sind fensterlos. Mindestens ein bis zwei Lichtschalter (Eingangsbereich, Durchgangsbereich) in Griffweite bringen sofort Licht ins Dunkel.
Kabelsalat:
Lose Kabel von Festnetztelefon, Aufladegeräten, Bodenleuchte oder anderen elektrischen Geräten (u.a. Kabelverlängerung) können tückische Stolperfallen sein. Entweder an der Wand bzw. hinter einer Verblendung fixieren
oder bei Nichtgebrauch entfernen.
Farbe:
Steht im fensterlosen Flur oder dunklen Vorzimmer nur Kunstlicht als Beleuchtungsquelle zur Verfügung, ist die Wahl einer hellen Wandfarbe eine gute Wahl. Deckenfluter und indirektes Licht an der Wand hellen den
Raum durch die Reflexion heller Farbtöne weit besser auf als dunkle. Achtung: Bei Kunstlicht ändert sich die Farbtemperatur von Gegenständen und Oberflächen!



